Mit dem Freizeitclub Mannheim - zum Rosenmontag in Mainz

Was für eine Zugfahrt. Viele bunte Masken drängelten sich in Zug, der ab Speyer knallvoll wurde. Viele Jugendliche, gut mit Alkohol versorgt. Jetzt schon um 11.00 Uhr. Ein unglaublicher Lärmpegel. Wir saßen staunend und lachend dazwischen. Der Mainzer Bahnhof war ebenso knallvoll, doch dank Gerhard, auf dessen Haupt eine rote Pumuckl-Perücke thronte, war für uns gut sichtbar und so fanden wir alle gut den Weg zur Wohnung von Laura, Angelikas Tochter, die uns ihren Balkon zur Verfügung gestellt hatte, damit wir den Zug von oben betrachten und uns zwischendurch aufwärmen konnten.

So zogen wir durch die Straßen, unserem Pumuckl (oder auch "Prellbock" genannt) folgend und versammelten uns dann in Lauras kleinem Zimmer. Andere Leute waren auch da, schon unglaublich was alles auf ein paar Quadratmeter passt. "Der Papst ist zurückgetreten", verkündete Diethard, der das auf dem Smartphone gelesen hatte. Nein, es war kein Faschingsscherz, wie wir alle im ersten Moment glaubten.

Wir drängelten uns abwechselnd auf dem Balkon. Langsam begann der Rosenmontagszug sich durch die Straßen zu wälzen. Faschingswagen - viele mit absolut aktuellen Themen. Bunte Masken, laute Guggenmusik, mehr oder weniger bekleidete Narren, auch die traditionelle Männergruppe, die stundenlang mit nacktem Oberkörper durch die Straßen marschiert, war dabei. Viele phantasievolle Masken gabs zu sehen. "Wie lange dauert der Zug eigentlich?" Vier Stunden, meinten Insider. Tatsächlich, das bunte laute Gewimmel zog sich gut fünf Stunden hin.

Wir waren 15 Leute - grüppchenweise waren wir mal auf dem Balkon, mal mischten wir uns in die Menge. Auf der Suche nach einem Kaffee fanden wir tatsächlich nach längerer Suche ein paar freie Plätzchen, stürzten uns dann wieder ins Getümmel und freuten uns an der warmen und relativ ruhigen Oase in Laras Zimmer.

"Schön, das mal gesehen zu haben", so die einhellige Meinung. Nun können wir mitreden, haben die Atmosphäre hautnah erlebt, hat Spaß gemacht, aber einmal dabei zu sein, das reicht. Im Vorfeld hatten wir uns schon entschieden, mit welchem Zug wir zurückfahren wollten. Ein Teil fuhr gegen 18.00 Uhr zurück, eine Gruppe blieb bis 20.00 Uhr. Danach gabs keine akzeptablen Zugverbindungen mehr.

Auf die Rückfahrt im Zug waren wir gespannt. Ob man überhaupt noch reinkommen würde? Ob es viele Besoffene geben würde? Ob es chaotisch würde? Wie wir hörten, kamen tatsächlich nicht alle mit, die einen früheren Zug besteigen wollten als wir. Bei unserem Zug klappte es, wir ergatterten tatsächlich auch alle einen Sitzplatz, die Gänge waren auch diesmal wieder knallvoll, aber die Stimmen versiegt, es herrschte angenehme Ruhe im Abteil.

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Und das schrieb Gerhard: Die Narren des Freizeitclubs begaben sich in die Höhle des Löwens.In Narrenkostümen unkenntllich begaben wir uns auf eine abenteuerliche Zugreise nach Mainz und wurden dort von hunderttausenden von Narren frenetisch begrüßt. Unser Narrendepot -Wohnung von Angelikas Tochter- erwies sich als optimal. Von Balkon und Straße waren wir mitten im Geschehen.

Vielen,vielen Dank!Feuchtfröhlich und in bester Laune erlebten wir einen tollen Umzug, nach dessen Ende wir in kleinen Gruppen die Altstadt von Mainz noch unsicher machten. Leider viel zu früh -die Zugverbindungen zw. Mainz und KA sich besch.....- kehrten wir müde müde, aber glücklich zurück. Danke an Angelika, ein tolles Event

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